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5. Grundeinkommen

Abstract

Sie haben es gefunden - das finanzielle Perpetuum Mobile. 

Warum überhaupt noch arbeiten gehen und was erwirtschaften, wenn die EZB

und die Zentralbanken das Geld doch genauso gut aus dem luftleeren Raum

erzeugen und als «Helikoptergeld» ausschütten können.  

Die wenigsten realisieren dabei, dass dieses Geld von den 

NACHFOLGENDEN GENERATIONEN später (oder sofort) 

als NEUE STEUERN BEZAHLT/ZURÜCKBEZAHLT werden muss.   

Wenn jemand Geld bekommt, ohne zu arbeiten, muss doch jemand arbeiten,

ohne dafür bezahlt zu werden und Geld zu erhalten.

Grundeinkommen sind deshalb unmoralisch und basiert auf Ausbeutung derer,

die es durch ihre Leistungen das für andere gratis erbringen und finanzieren müssen!  

Thilo Sarrazin ist ehemaliger Politiker, Autor und Wirtschaftsexperte. Sarrazin war Bundesbankvorstand, Berliner Finanzsenator und ist Autor von Bestsellern wie ‘Deutschland schafft sich ab’. In diesem spannenden Interview teilt er seine Ansichten über Deutschlands aktuelle Einwanderungspolitik, Bürgergeld und den digitalen Euro.

https://mediathek.viciente.at/der-begriff-buergergeld-ist-zutiefst-verlogen-thilo-sarrazin/

Konkurrenz der Ungerechtigkeiten    Thilo Sarrazin   03.06.2026

Das Streben nach einer Gesellschaft, in der allen Menschen Gerechtigkeit widerfährt, ist edel,

und es kann auf das Gemüt entlastend wirken. Darum hat der Marxismus heute so begeisterte Anhänger – trotz seines vielfältigen Scheiterns an der Wirklichkeit. Beginnen wir mit einer anschaulichen Ungerechtigkeit, die kürzlich durch die Medien ging:

Gemäss «Global Wealth Report» der Boston Consulting Group besitzen 5000 Superreiche mehr als ein Viertel des Finanzvermögens in Deutschland, 700.000 Multimillionäre und die genannten Superreichen besitzen zusammen rund 53 Prozent des Finanzvermögens.

Der grösste Teil der Deutschen hat dagegen kein nennenswertes Vermögen. 

Historisch gesehen, ist jedwedes Vermögen vergangenes Einkommen, das erspart, also nicht konsumiert wurde, oder es ist ererbt. Aber ist das nicht ungerecht?

Der eine hatte das Glück wohlhabender Eltern und wird so ein glücklicher Erbe.

Der andere ist bei der Lotterie leer ausgegangen und muss sich sein Vermögen selbst erarbeiten.

Das kann man so sehen. Aber andere Ungerechtigkeiten der Lebenslotterie sind noch viel schwerwiegender: Schönheit, Intelligenz, seelische Robustheit und Tatkraft sind grossenteils erblich.

 

Auch unsere Eltern konnten wir uns nicht aussuchen, ebenso wenig wie das Land und die Zeit, in der wir geboren wurden. Natürlich kann ein moderner Staat eingreifen, um die Ungerechtigkeit der individuellen Ausgangslage abzumildern. Aber wenn er dabei übertreibt, schafft er neue Ungerechtigkeiten,

die möglicherweise noch viel schlimmer sind als die Ungleichheit bei Einkommen und Vermögen.

Ausserdem gibt es nicht nur eine Gerechtigkeit gegenüber den Besitzlosen, sondern auch eine

gegenüber den Besitzenden:

10 Prozent der Einkommensteuerzahler erbringen 55 Prozent des Aufkommens, die untere Hälfte der Einkommensteuerpflichtigen trägt dagegen nur 6,5 Prozent zum Aufkommen bei.

Zur Gerechtigkeit gegenüber den Besitzenden gehört: Wer sein versteuertes Einkommen spart oder investiert, statt es zu konsumieren, sollte es nach seinem Belieben verwenden können, dazu

gehört auch die Freiheit, es zu vererben oder zu verschenken, ohne dass der Staat erneut zulangt.

Zahlreiche Erben oder Beschenkte sorgen schon durch ihr eigenes Konsumverhalten oder durch wirtschaftliche Fehlentscheidungen dafür, dass sich Vermögen nicht unbegrenzt weiterkonzentriert.

Wo aber vorausschauende Familien ihre Vermögen über Generationen zusammenhalten, ist dies auch gesellschaftlich nicht schädlich, sondern eher ein Kitt für die Gesellschaft insgesamt.

Beim politisch verträglichen Ausmass der Umverteilung gibt es zwar keinen objektiven Gerechtigkeitsmassstab, aber es gibt Gebote der praktischen Vernunft.

Das Gemeinwesen muss auch funktionieren, und in diesem Punkt hat die Umverteilung in Deutschland

das Land und seine Wirtschaft bereits an Grenzen geführt:

_ Die Belastung der Arbeitnehmereinkommen mit Steuern und Sozialabgaben liegt in Deutschland europaweit neben Belgien an der Spitze. Wer zum Beispiel als Arzt oder Krankenschwester in Zürich

statt in Konstanz arbeitet, verdient nicht nur brutto besser, es bleibt auch deutlich mehr netto vom Brutto.

_ Auch die Unternehmensteuerbelastung in Deutschland ist im internationalen Vergleich an den oberen Rand gewandert. Wer in Deutschland produziert, hat nicht nur höhere Arbeitskosten, er hat auch eine höhere Belastung des Unternehmensgewinns. Folgerichtig sinkt der Zustrom von ausländischen Investitionen, und die industrielle Produktion wandert aus Deutschland ab.

Viele wollen der ungleichen Vermögensverteilung mit höheren Erbschaftsteuern oder einer Vermögensteuer zu Leibe rücken. Dem können die Superreichen oder auch der wohlhabende Mittelstand leicht begegnen, indem sie Deutschland verlassen, und viele tun das bereits seit Jahrzehnten.

Ob das dem Wirtschaftswachstum in Deutschland und den breiten Arbeitnehmerschichten nützt?

Das Gegenteil ist wohl der Fall. Es ist unwahrscheinlich, dass damit die Vermögensverteilung gleicher wird, aber ziemlich sicher, dass sich damit die Stagnation in Deutschland weiter verfestigt und damit indirekt auch der Massenwohlstand gefährdet wird.

Der Staat sollte sich darauf konzentrieren, durch ein leistungsorientiertes Bildungssystem den Tüchtigen aus allen Schichten in jeder Generation neue Chancen zu eröffnen. Tut er dies mit Erfolg, dann kann er die Verteilung der Vermögen getrost dem Spiel der freien Kräfte überlassen.

Wollen wir in der Schweiz das auch so??

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Unterlagen

5.1 Grundeinkommen - eingesanter Text.pdf

5.2 Bedingungsloses Grundeinkommen ist unüberlegt.pdf

5.3 Gut gemeint, schlecht durchdacht - Grundeinkommen.pdf

5.4 Grundeinkommen Familienbetreuungsgeld.pdf

5.5 Bevölkerungswachstum - Grundeinkommen.pdf

5.6 Bürgergeld - Zwei Lager.pdf

5.7 Hat das bedingungsloses Grundeinkommen eine Chance?

5.8 Bürgergeld - Grundeinkommen.pdf

5.9 Das überstrapazierte soziale Netz.pdf

5.10 Königsweg für die Unterstützung der Working Poor.pdf

5.11 Grundeinkommen - Finanzierungskonzepte.pdf

5.12 Darf ein bisschen mehr Musse sein?pdf

5.13 Irrweg Bürgergeld

5.14 Seid realistisch, verlangt das Unmögliche.pdf

5.15 Geld und Glück für Alle.pdf

5.16 Armut ist Diebstahl.pdf

5.17 Wie sich Reiche von anderen Menschen unterscheiden.pdf

Videos

Geld fürs Nichtstun? - Bedingungsloses Grundeinkommen

https://www.youtube.com/watch?v=w7daiJHfjoY

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